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Ausnahmezustand - für Mensch und Hund

Viele Menschen berichten, dass sie in der letzten Zeit an ihren Tieren eine Verhaltensänderung bemerken. Immer häufiger hört man, dass nicht nur Hunde, sondern auch Katzen anhänglicher geworden sind und vermehrt die Nähe ihrer Menschen suchen.


Doch wie kann das sein? Die Menschen haben sich verändert!


Wir erleben seit Monaten einen Ausnahmezustand, der viele Menschen mittlerweile an ihre Grenzen bringt. Das gewohnte Leben ist stark eingeschränkt und viele Menschen geraten unverschuldet in Existenznot. Hinzu kommen verschiedene Ängste wie die Angst vor einer Ansteckung oder aktuell die Angst vor einem Krieg.


Auch wir Menschen sind im Grunde Rudeltiere und die verordnete Isolation vieler Menschen und die damit einhergehende Einsamkeit hinterlässt bei vielen Menschen tiefe Spuren. Die Maske entmenschlicht uns und erschwert die Kommunikation, auch mit unseren Hunden, die sehr auch auf unsere Mimik achten, Verändern Hunde ihr Verhalten ihren Menschen gegenüber, kann es an diesem kleinen Stück Stoff liegen. Sie kennen ihre Menschen nicht mehr und können ihr wahres Ich nicht mehr lesen. Mann kann auch sagen, dass den Hunden ihre Menschen fremd geworden sind.


Wir sehen kaum noch ein Lächeln oder freudige Gesichter und der verordnete Abstand oder die Kontaktbeschränkungen lässt keine Nähe und keine Geselligkeit mehr zu. Diese Nähe und das Miteinander aber ist ein Grundbedürfnis eines jeden Lebewesens und entgegen dieser Natur zu leben, bleibt nicht folgenlos. Viele ziehen sich zunehmend zurück und Kontakte nehmen sie nur noch als Gefahr wahr. Die Lebensfreude ist der Angst gewichen.


Ängste und Sorgen lösen in uns etwas aus, was unsere Hunde tief in ihrem Inneren wahrnehmen und sie ihren Menschen zur Seite springen lässt. Diese helfenden Pfoten sollten wir annehmen und die Nähe unserer Hunde genießen. Vor allem aber sollten wir in diesen Momenten die innere Ruhe unserer Helfer aufnehmen und annehmen.


Unsere Hunde sind weise Zeitgenossen und sie können uns Trost in schwierigen Situationen spenden und uns die Sorgen für einen Moment vergessen lassen.


Vor allem aber ist Angst der allerschlechteste aller Ratgeber. Daher gilt es stets einen kühlen Kopf zu bewahren und sich nicht verrückt machen zu lassen.


Krisen erscheinen nur auf den ersten Blick bedrohlich. Der Mensch hält allzu gern an seinen Gewohnheiten fest und Änderungen, auch wenn sie längst notwendig gewesen wären, werden häufig auf die ganz lange Bank geschoben.

Doch Krisen sind auch eine Chance. Sie bieten die Chance, alles zu hinterfragen und sich von so manchem zu trennen, was man schon lange als Ballast erkannt hat. Dieses Loslassen kann auch eine Befreiung  und der Wegbereiter für etwas Neues sein, vor dem man sich nicht zu fürchten braucht.


Unsere Hunde können uns in diesen Tagen eine besondere Stütze sein, um durch den vor uns liegenden Sturm trotz allem stabil durchzukommen. Unsere Hunde verbringen ihre Zeit nicht mit Grübeln über Dinge, die eventuell geschehen könnten. Sie leben im Hier und Jetzt und machen aus jeder Sekunde das Beste. Und Angst kennen sie nur vor realen Bedrohungen. Über etwas, was vielleicht auf dem nächsten Gassigang ´passieren könnte, machen sie sich z.B. keinen Kopf.


Dies sollten wir von ihnen lernen und annehmen. Auf viele Dinge haben wir keinen Einfluss und können sie, auch wenn wir noch so darüber nachdenken, nicht ändern. Aber wir können uns auf so manches einstellen und uns auch mental vorbereiten.

Unsere Hunde zeigen uns, wenn wir aus unserer Mitte geraten und wir sollten auf sie hören. Die Nähe zu den Tieren kann uns beruhigen und uns all die negativen Nachrichten für eine Weile vergessen lassen.

Ein Spaziergang mit unseren Hunden lässt uns an der nun aus dem Winterschlaf erwachenden Natur erfreuen und die Sonnenstrahlen wärmen unsere Seele und unser Herz.


Auch wenn es manchmal recht düster aussehen mag, so wissen wir alle nicht, was wirklich kommen wird. Zu viele Schreckprognosen der vergangenen Monate, mit denen viele Menschen in Angst und Schrecken versetzt wurden, erwiesen sich im Nachhinein als völlig übertrieben. Leben wir mit unseren Hunden im Hier und Jetzt und stärken wir unsere innere Kraft. Leben wir in der Wirklichkeit und lassen wir die Panik außen vor. Vor allem aber sollte man bedenken, dass auch Angst ernsthafte Krankheiten auslösen kann.


Immer häufiger hören wir, dass die Lebensmittelversorgung nicht mehr sichergestellt ist. Daher sollte man sich darauf vorbereiten, Vorräte anschaffen, auch das Tierfutter bitte nicht vergessen. Erinnern wir uns, dass wir nur in der Gemeinschaft stark sind, sollten wir uns in der realen Welt vernetzen um uns austauschen und uns gegenseitig stützen und unterstützen zu können. Grenzen wir nicht mehr aus, sondern wachsen wir wieder zusammen. Auch das ist eine Chance der Krise.


Auch wenn vielleicht schwierige Zeiten auf uns zukommen können, werden auch diese vorübergehen gehen. Dies sollten wir niemals vergessen.

Vor allem aber sollte man einen kühlen Kopf und ein warmes Herz bewahren. All diese Beschimpfungen, der Ärger und auch der Frust vieler Menschen überträgt sich nicht nur auf die Mitmenschen, sondern auch auf die Hunde. Daher sind sie ein guter Hinweisgeber, wenn wir Menschen aus dem Lot geraten. Nicht immer ist es der Hund, der problematisch geworden ist.


Frieden finden wir zuerst nur in uns. Sind wir mit uns im Reinen, überträgt sich dies auch auf andere. Wir sollten uns wieder als Menschen mit Stärken aber auch mit Schwächen sehen und andere Meinungen wieder akzeptieren, so wie man es für sich selbst auch wünscht.

Begegnen wir uns wieder mit Respekt und Freundlichkeit, kann sich so manche dunkle Wolke über uns wie durch Zauberhand auflösen. Dabei kann ein kleines Lächeln bereits so manches Wunder bewirken.


Generell sollten wir alle uns wieder entspannen. Manches wird sich sicherlich verändern, zu vieles wurde bereits zerstört. Doch es muss nicht unbedingt zu unserem Nachteil sein, wenn wir besonnen bleiben und die Chancen erkennen, die sich uns bieten. Anstatt sich durch die Angst lähmen zu lassen, sollten wir anpacken und die Dinge in eine Zukunft lenken, die für uns alle lebens- und liebenswert ist und dies nicht den Entscheidern an ihren teuren Schreibtischen überlassen.

Was zerstört ist, können wir wieder aufbauen, und zwar so, wie wir es wollen und wie es uns Freude bereitet. Das ist die wirklich große Chance in diesen Zeiten.


Es liegt einzig und allein an uns, wie wir unsere Zukunft gestalten wollen. Gemeinsam können wir viel bewegen und erreichen. Zerstritten und in Angst aber verlieren wir den Focus auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben, und lassen uns auf neue Irrwege steuern.

Vor allem aber sollten wir uns unsere Menschlichkeit bewahren und so manche sollten diese für sich wiederentdecken.. Wie wir leben wollen, welche Prioritäten wir für uns setzen und was uns Freude bereitet, können nur wir für uns entscheiden. Gutbezahlte „Experten“ können uns Impulse geben, aber die letzte Entscheidung liegt bei uns. Wir kennen uns am besten und nur wir wissen, was uns glücklich macht.


Niemand hat eine Glaskugel und wir alle wissen nicht, was kommen wird. Bereiten wir uns vor und bleiben wir in unserer Mitte. So kommen wir gut gewappnet durch die Krise und können die Chancen, die vor uns liegen, nicht nur erkennen, sondern auch ergreifen. Unsere Hunde können uns in der Neugestaltung unseres Lebens eine große Hilfe sein. Sie teilen uns mit, wenn wir unseren Weg verlieren und laden uns ein, auch einmal innezuhalten und die Ruhe zu bewahren.


Wir tragen Verantwortung, nicht nur für uns. Wir tragen auch Verantwortung für unsere Kinder und es ist an uns ihnen den Weg in die Zukunft zu bereiten. Es kann eine Zukunft in Angst und ohne Gesichter, oder eine virtuelle Zukunft im Metaverse sein. Es kann aber auch eine reale Welt, mit all ihren Wundern und Schönheiten sein. Dazu gehören nicht nur unsere Hunde, sondern alle Tiere und die einmalige Natur. Hunde zu sehen, zu spüren und auch zu erleben kann durch einen hündischen Avatar in einem künstlichen Raum niemals ersetzt werden. Auch wenn einige uns in diese unechte Welt hineindrängen wollen, um dort viel Geld zu verdienen, ist es unsere Entscheidung, ob wir in solch einer unnatürlichen Welt leben wollen oder nicht.

Lassen Sie uns gemeinsam die Zukunft gestalten. Eine Zukunft in der all der Hass, all die Angst aus der Vergangenheit keinen Raum mehr hat. Für uns, unsere Kinder aber auch für unsere Tiere!


Übernehmen wir wieder die Verantwortung für unser Leben, und treffen wir (wieder) die Entscheidungen, wie wir leben wollen. Wenn wir dabei andere Meinungen akzeptieren, miteinander diskutieren und unsere Mitmenschen nicht mehr missionieren wollen, steht einem entspannten Miteinander nichts mehr im Weg. Wenn wir uns wieder entspannen, können das auch unsere Hunde.


Frieden passiert nicht. Frieden beginnt in unseren Herzen und von dort aus kann er sich verbreiten.- von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Hund und dann um die ganze Welt!


 Ärgern wir uns nicht über unsere Hunde, wenn sie "problematisch" werden, denn meist ist das was wir Problemverhalten nennen, ein Hilferuf an die Menschen. Dies gilt auch für viele Menschen, die in diesen stürmischen Zeiten die Orientierung verloren haben, Reichen wir einander die Hände, versöhnen wir uns und leben wir wieder mit- statt gegeneinander.

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