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Die "Methode" souveräner Hund: Haltung zeigen!


Hundetrainerin Marion Höft und ihre Hunde
Hundetrainerin Marion Höft: Die "Methode" souveräner Hund: Haltung zeigen!

Uns Menschen hat man mit der Zeit das Denken abgenommen und viele haben nur allzu gern die Verantwortung abgegeben, an immer neue Experten, Politiker, Medien, Influencer, Vereinigungen mit ihren Vorsitzenden, Wissenschaftler und und und. Die Aufzählung dürfte schier endlos werden.


Mit immer neuen Erkenntnissen in mittlerweile allen Bereichen unseres Lebens, wird uns nun bald schon im Minutentakt alles abgesprochen, was bis vor kurzen der letzte Stand oder gar der gesunde Menschenverstand war. Nur die Menschen nicht selber denken und lenken lassen scheint das Motto dieser Zeit zu sein. Wer selber denkt und die für sich richtigen Entscheidungen trifft, kann man nicht manipulieren und schon gar nicht dazu bringen, viel Geld für viel unnützes Zeug auszugeben.


So manipuliert und gelenkt haben viele Menschen jeglichen Kontakt zur Natur und jegliche Bodenhaftung verloren. Der Großteil so scheint es, ist ohne Dauerberieselung via Smartphone oder Smartphone kaum noch überlebensfähig. In ihrer Abhängigkeit von diesen künstlichen Dingen haben sie keinen Blick mehr für die Schönheiten der Natur und auch keinen Blick für all die Verschandelungen und Zerstörung ihres Lebensraums.


Ein Großteil der Menschheit hat sich in immer größer werden Städte pressen lassen, denn den Versprechungen hat man gern geglaubt. Ein einfaches Leben mit viel Spass und noch mehr Geld ließ die Menschen jegliche Bodenhaftung verlieren. Heute ist das Ergebnis meist ein ganz anderes. Viele Menschen vereinsamen und vom ersehnten Reichtum sind sie weiter entfernt als jemals zuvor und sitzen in der Falle.


Man könnte auch hier endlos schreiben und wohl ganze Bücher füllen, was schief gelaufen ist, was viele Menschen nicht sehen wollten und wollen oder auch nicht mehr können. Doch auch wenn es vielleicht nicht leicht ist, so ist eine Umkehr jederzeit möglich und auch mittlerweile nötig.


Viele Menschen haben sich Tiere ins Haus geholt, damit sie der Einsamkeit ein wenig entfliehen können. Doch anstatt von den Tieren zu lernen, werden auch unsere Haustiere in die Maschinerie der Experten gepresst und die Gleichmacherei beginnt. Es ist ja so einfach, sich seinen Hund gefügig zu machen und ihn dazu zu bringen, sich seinem Menschen zu unterwerfen. So wie man die Menschen zu Untertanen gemacht hat, machen es die Untertanen nun mit ihren Hunden so scheint es. Vielen gefällt es, wenigstens nach Feierabend ein wenig Macht zu verspüren könnte man meinen. Dass hier mit eine der Ursachen zu finden ist, warum Hunde für uns problematisch werden, wird nicht bedacht. Lieber immer weiter an den Symptomen herumprobieren und herumtrainieren. Dies spült mitunter viel Geld in eine Industrie, die davon lebt, uns von unserem Weg abzubringen.


Wenn wir unseren Blickwinkel ändern und so manche Dinge in aller Ruhe und völlig unbeeinflusst beobachten erkennen wir, wie sehr wir uns verrannt haben und von unserem Weg abgekommen sind. Kehren wir um und sehen wir unsere Hunde und auch all die Tiere als Lehrmeister, um mit uns wieder ins Reine zu kommen und das zu schützen, was uns das Wertvollste nicht nur sein sollte sondern sein muss: unsere Kinder!


Seien Sie authentisch

Seine Mitmenschen kann man leicht täuschen. Man zieht den Bauch ein und die Schultern straff nach hinten, stülpt sich die angesagtesten Klamotten über und das Siegerlächeln kann man sich anoperieren lassen. Schon ist das Gegenüber beeindruckt. Die Darstellung hat für einen begrenzten Zeitraum funktioniert und man mag meinen „Ziel erreicht". Dieses fragile Konstrukt gerät aber schnell ins Wanken, sobald Kontinuität erforderlich ist. 


Im Gegensatz zu vielen Menschen lassen sich Hunde durch Äußerlichkeiten nicht blenden. Sie sehen hinter die vermeintlich perfekt inszenierte Maskerade. Sie erkennen das wahre ICH des Menschen und lassen es ihn auch spüren. Wer meint, er könne durch einen „gelungenen Auftritt" bei einem Hund Eindruck erwecken, wird schnell eines besseren belehrt. Man nennt es anschließend „verhaltensauffällig".


Bleiben Sie wer und was Sie sind und überzeugen Sie durch Authentizität. Wer meint, so sind Sie nicht gut genug, hat Sie nicht verdient. Wahre Freunde werden bleiben und Ihr ehrlichster Freund, Ihr Hund, wird Ihnen gerne folgen. 


Bleiben Sie standhaft

Viel wird mittlerweile geschrieben, geraten und empfohlen. Jeder weiß etwas anderes und nicht selten wird alles, was vorher war, als falsch oder gar gefährlich bezeichnet.

So verunsichert folgen viele Menschen im guten Glauben auch den unsinnigsten Ratgebern, selbst wenn der „Bauch" sich heftig gegen den ausgesuchten Weg wehrt. Die Verlockungen und Versprechungen sind groß und wenn die eine Methode nicht in der versprochenen Zeit funktioniert wie angepriesen, wird schnell zur nächsten gewechselt. 


Haben Sie sich für eine Erfolgsmethode, einen Stufenplan oder etwas anderes entschieden, weil es für Sie passend erscheint, dann gehen Sie diesen Weg bis zum Ende. Sollten anderweitige Meinungen oder Besserwisser ihren Weg kreuzen, bleiben Sie  vor allem standhaft. Bedenken Sie, dass weder Menschen noch Hunde genormt sind oder nach einer Methode funktionieren können und jegliche Art des Lernens und sich Entwickelns so lange dauert wie es dauert. Das Zauberwort heißt Geduld. 


Übernehmen Sie Verantwortung:

Auch wenn man sich schnell in den verschiedensten Medien darüber informieren kann, was richtig oder auch falsch sein soll, sind letztendlich doch Sie in der Verantwortung. Niemand kann Ihnen die Last der Entscheidung abnehmen, was für Sie passt oder auch nicht. Sie kennen sich und Ihren Hund am besten. 


Stellen Sie Regeln auf:

Wie das Wort schon sagt, regeln Regeln das Zusammenleben. Sie geben dem Gegenüber Orientierung und unterstützen dabei, Fehler zu vermeiden. Wer weiß, wie er sich richtig zu verhalten hat, läuft weniger Gefahr, ein „Problemverhalten" zu zeigen. 

Immer häufiger wird die Notwendigkeit von Regeln negiert. Hier muss die Frage erlaubt sein, warum Gesetze für das Zusammenleben einer Gesellschaft erlassen wurden und werden? Ohne Regeln endet das Zusammenleben im Chaos und überfordert Mensch wie Hund. Wir erleben es jeden Tag. 


Setzen Sie Grenzen:

Es liegt in der menschlichen und auch der hündischen Natur auszutesten, wie weit man gehen kann. Im zwischenmenschlichen Bereich wird häufig der Weg der emotionalen Erpressung gewählt und letztendlich gibt man nach. Schließlich möchte man dem anderen helfen oder ihm eine Freude bereiten, auch wenn man dies nicht wirklich will. Setzen Sie rechtzeitig eine klare Grenze. Dies kann Sie vor so mancher Enttäuschung bewahren.


Durch Grenzen zeigen Sie Ihren Mitmenschen oder auch ihrem Hund, dass Sie weder manipulierbar noch ihre Entscheidungen diskutabel sind.


Wenn es Ihnen gut geht, Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen und mit sich im Reinen sind, können Sie dies an Ihr Umfeld weitergeben. 

Dann sind Sie authentisch, dann werden Sie respektiert. Nicht für das was Sie darstellen, sondern für das was Sie sind: eine Persönlichkeit, die weiß was sie will und die Haltung zeigt. 


Dann wird sich Ihr Hund auch ohne Kommando Ihnen anschließen - weil Sie ihm Orientierung und Sicherheit geben, weil Sie die richtigen Entscheidungen auch für ihn treffen, weil Sie verlässlich sind. Aber vor allem, weil Sie Sie sind!


Andere kann man nicht ändern, nur sich selbst. Arbeiten Sie an Ihrer inneren Haltung. Dann wird sich einiges im Verhalten Ihres Umfelds und auch Ihres Hundes, von selbst ändern. 


Und zu guter Letzt: springen Sie nicht über jedes Stöckchen, das Ihnen dargeboten wird. Es kostet Sie unnötig viel Energie und wertvolle Lebenszeit, jedem Trend oder jeder neuen Erkenntnis, in welchen Bereichen auch immer, hinterherzuhecheln. Die Halbwertzeiten all dieser Erkenntnisse werden immer kürzer und sind meist gar nicht so wichtig, wie man uns einreden will.


Hören Sie auf Ihren "Bauch", denn dieser ist der Einzige, der wirklich nur ihr Bestes im Blick hat und sie niemals belügen wird. Unsere Hunde jedenfalls vertrauen auf ihre Intuition und das sollten wir von ihnen annehmen. Bevor wir es zugelassen haben, dass uns Medien und all die technischen Geräte fremdbestimmen, haben wir uns auf unsere Intuition verlassen und sind gut damit gefahren.


Dieses Bauchgefühl schlummert immer noch in uns, wir sollten es wieder aktivieren und so manches Gerät deaktivieren.


Besonders wenn man seinen eigen Weg geht und nicht dem sog. Mainstream folgt, kann einem der Wind kräftig von vorne ins Gesicht wehen, weil sich so manche ertappt fühlen und merken, wie sie ihre Macht verlieren. Besonders in solchen Moment gilt es standhaft zu bleiben und Haltung zu zeigen. Auch das größte Gewitter zieht einmal vorüber!


Freiheit bedeutet auch Verantwortung. Solange wir die Verantwortung für unser Leben und das unserer Hunde in fremde Hände legen, werden wir im Hamsterrad gefangen bleiben, obwohl wir jederzeit aussteigen könnten.



©️Marion Höft


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