Marion Höft  
Hundetrainerin und Problemhundtherapeutin
Hundeschule - Hundetraining - Seminare und Coaching fuer Mensch und Hund

Ich berate Menschen und trainiere Hunde

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Erst wenn der Mensch sich ändert!

Gepostet am 6. März 2020 um 4:10

Funktionieren Hunde nicht gewünscht, ist der Schuldige schnell ausgemacht: es ist der Hund. Er hört nicht, macht nicht was er soll und verhält sich nicht wie gewünscht.

 

Wie kann er auch, wenn ihm nicht gezeigt wird, wie er sich richtig verhalten soll? Anstatt die Hunde durch eine für sie fremde Welt zu führen und ihnen dadurch Orientierung zu geben, wird ihnen immer noch befohlen, ihr sichtbares Verhalten zu ändern. Bei allen Gegebenheiten müssen sie sitzen oder liegen und es scheint, als sei das „Problem“ gelöst.

 

Dass Hunde mit vielen Situationen überfordert sind und aus Unsicherheit z.B. bellen, andere Menschen anspringen oder auch knurren findet dabei keine Berücksichtigung. Auch wenn sie ihre Körperhaltung verändern und eine vermeintlich unterwürfige Position einnehmen, bleiben sie doch in ihrer Gefühlswelt gefangen.

 

Es verwundert daher nicht, dass sich diese unterdrückte Gefühlswelt irgendwann ihren Ausweg sucht. Wer seinem Hund immer nur einen Deckel überstülpt, anstatt ihn in den für ihn stressigen Situationen zu unterstützen, wird früher oder später mit seinem Hund an seine Grenzen kommen. Für immer mehr Hunde bedeutet dies eine Abgabe ins Tierheim.

 

Nicht nur im Zusammenleben mit anderen Menschen sondern auch mit unseren Hunden gilt, dass eine Beziehung immer Ursache und Wirkung ist. Hunde werden nicht zu einer Gefahr, weil es ihnen Freude bereitet, im Gegenteil. Viele dieser als „Problemhunde“ bezeichneten Hunde sind enormen Stress ausgesetzt.

 

Zeigt ein Hund zunehmend ein Problemverhalten, ist dies lediglich die Wirkung auf eine Ursache, die er nicht zu verantworten hat. Doch anstatt sich selbst zu überdenken wird häufig versucht die entstanden Probleme mit den Mitteln zu beheben, durch die sie entstanden sind: Sitz!, Platz!, Bleib!.

 

Auch in der Beziehung zwischen Mensch und Hund gilt: Man kann andere nicht verändern, sondern nur sich selbst! Wer den Mut aufbringt, auch sein eigenes Verhalten kritisch zu hinterfragen und so manches zu verändern wird überrascht sein, welch enorme Wirkung dies auf sein Umfeld haben kann.

 

Ändert man seinen Blickwinkel kann man erkennen, dass besonders „schwierige“ Hunde eine große Chance für uns sein können. Sie können uns darin unterstützen, alte Pfade zu verlassen um neue Wege beschreiten zu können.

 

Hunde kommen in unser Leben um uns etwas beizubringen. Sie helfen uns zu wachsen! (Marion Höft). Heute mehr denn je.

 

©️Problemhundtherapie Marion Höft

 

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