Marion Höft
Hundetrainerin und Problemhundtherapeutin
Hundeschule - Hundetraining - Seminare und Coaching fuer Mensch und Hund

Ich berate Menschen und trainiere Hunde

Blog Pfote today

Die "Methode" souveräner Hund: Haltung zeigen!

Gepostet am 28. Januar 2020 um 11:10

Seien Sie authentisch:

Seine Mitmenschen kann man leicht täuschen. Man zieht den Bauch ein und die Schultern straff nach hinten, stülpt sich die angesagtesten Klamotten über und das Siegerlächeln kann man sich anoperieren lassen. Mit diesem Auftritt ist das Gegenüber schnell beeindruckt. Der erste Eindruck stimmt und die Komplimente kommen im Sekundentakt. Die Darstellung hat für einen begrenzten Zeitraum funktioniert und man mag meinen "Ziel erreicht". Dieses Konstrukt gerät aber schnell ins Wanken, sobald Kontinuität erforderlich ist.

Menschen sehen gerne, was sie sehen wollen, Hunde aber nicht. Sie lassen sich nicht durch Äußerlichkeiten blenden. Sie sehen hinter die perfekt inszenierte Maskerade. Sie erkennen das wahre ICH des Menschen und lassen es ihn auch spüren. Wer meint, er könne durch einen "gelungenen Auftritt" bei einem Hund Eindruck erwecken, wird schnell eines besseren belehrt. Man nennt es "verhaltensauffällig".

Bleiben Sie wer und was Sie sind und beeindrucken Sie durch Authentizität. Wer meint, so sind Sie nicht gut genut, hat Sie nicht verdient. Wahre Freunde werden beiben und Ihr erhlichster Freund, Ihr Hund, wird Ihnen gerne folgen.


Bleiben Sie standhaft:

Viel wird mittlerweile geschrieben, geraten oder empfohlen. Jeder weiß etwas anderes und nicht selten wird alles, was vorher war, als falsch oder gar gefährlich bezeichnet. So verunsichert folgen viele Menschen im guten Glauben den unsinnigsten Ratgebern, selbst wenn der "Bauch" sich heftig gegen den ausgesuchten Weg wehrt. Die Verlockungen und Versprechungen sind groß und wenn die eine Methode nicht in der versprochenen Zeit funktioniert wie angepriesen, wird schnell zur nächsten gewechstelt.

Haben Sie sich für eine Erfolgsmethode, einen Stufenplan oder etwas anderes entschieden, weil es für Sie passend erscheint, dann gehen Sie diesen Weg bis zum Ende. Sollten weiterhin anderweitige Meinungen oder Besserwisser Ihren Weg kreuzen, bleiben Sie sich treu und vor allem standhaft. Bedenken Sie, dass weder Menschen noch Hunde genormt sind oder nach einer Methode funktionieren können und jegliche Art des Lernens und sich entwicklens so lange dauert, wie es dauert. Das Zauberwort heißt Geduld!


Übernehmen Sie Verantwortung:

Auch wenn man sich schnell in den verschiedensten Medien darüber informieren kann, was richtig oder auch falsch sein soll, sind letztendlich doch Sie in der Verantwortung. Niemand kann Ihnen die Last der Entscheidung abnehmen, was auf Sie zutrifft oder auch nicht. Sie kennen sich und Ihren Hund am besten.


Stellen Sie Regeln auf:

Wie das Wort schon sagt, regeln Regeln das Zusammenleben. Sie geben dem Gegenüber Orientierung und unterstützen dabei, Fehler zu vermeiden. Wer weiß, wie er sich richtig zu verhalten hat, läuft weniger Gefahr, ein "Problemverhalten" zu zeigen.

Immer häufiger wird die Notwendigkeit von Regeln negiert. Hier muss die Frage erlaubt sein, warum Gesetze für das Zusammenleben einer Gesellschaft erlassen wurden und werden? Ohne Regeln endet jegliches Zusammenleben im Chaos und überfordert Mensch wie Hund. Wir erleben es jeden Tag.


Setzen Sie Grenzen:

Es liegt in der menschlichen und auch der hündischen Natur auszutesten, wie weit man gehen kann. Im zwischenmenschlichen Bereich wird häufig der Weg der emotionalen Erpressung gewählt und letztendlich gibt man nach. Schließlich möchte man dem anderen helfen oder ihm eine Freude bereiten, auch wenn man dies nicht wirklich will. Bleiben Sie standhaft und setzen Sie rechtzeitig eine deutliche Grenze. Dies kann Sie vor so mancher Enttäuschung oder Ausnutzung bewahren.

Durch Grenzen zeigen Sie Ihren Mitmenschen oder auch Ihrem Hund, dass Sie weder manipulierbar noch Ihre Entscheidungen diskutabel sind.


Wenn es Ihnen gut geht, Sie sich in Ihrer Haut wohlfühlen und mit sich im Reinen sind, können Sie dies an Ihr Umfeld weitergeben. Dann sind Sie authentisch, dann werden Sie respektiert. Nicht für das was Sie darstellen, sondern für das was Sie sind: eine Persönlichkeit, die weiß was sie will und Haltung zeigt.

Dann wird sich Ihr Hund auch ohne Kommando Ihnen anschließen - weil Sie ihm Orientierung und Sicherheit geben, weil Sie die richtigen Entscheidungen treffen - auch für ihn. Aber vor allem, weil Sie Sie sind.


"Hunde kommen in unser Leben, um uns etwas beizubringen. Sie helfen uns zu wachsen"! (Marion Höft)

Das ist meine Überzeugung.


©Marion Höft

Kategorien: Keine